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Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

am Mo Sep 25, 2017 2:47 pm
Das Büro des Hauptmanns ist nicht unbedingt von atemberaubender Größe, erfüllt aber seinen Zweck als Arbeitszimmer und Ort für private Unterredungen.

Der Boden ist mit Stahplatten ausgekleidet und zwei Lampen an der rohen Steindecke tauchen alles in ein warmes, gelbes Licht. Die mit Holz getäfelten Wände werden von Bücherregalen und Vitrinen voller Trophäen, wie grotesken Schädeln, Rangabzeichen oder besonders fein gearbeiteten feindlichen Waffen, gesäumt, die Rückwand wird hingegen von einem großem Bildschirm beherrscht.

Der Großteil des Raum wird von einem großen, hölzernen Schreibtisch mit in die Oberfläche eingelassenem 3D-Projektor und Bedienfeld.
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Re: Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

am Fr Sep 29, 2017 9:00 pm
Von Tiefenhall setze sich hinter den Schreibtisch und bedeutete Cäsar, ihm gegenüber Platz zu nehmen.
Sobald beide sich beide auf ihren Plätzen eingefunden hatten, rief der Hauptmann eine holografische Karte der Region auf.

"Wie Sie sicher bereits wissen, haben wir diesem Monat bereits zwei Konvois verloren.", er betätigte eine Taste auf dem Bedienfeld und die Route leuchtete rot in dem blauen Hologramm auf.
"Den ersten bei der Überquerung einer Brücke des Seine", er markierte den Punkt auf der Karte, "den zweiten bereits kurz vor der östlichen Grenze der Provinz Limoges." Eine weitere Markierung erschien.

Er hielt einen Moment inne und schien durch das Hologramm hindurch zu schauen. Seinen Berater anscheinend komplett vergessend, fixierte er einen deformierten Schädel, der einmal einem ranghohen Genos gehörte. Von Tiefenhall erinnerte sich an die Schlacht zurück, in der er ihm seinem ursprünglichen Besitzter abgenommen hatte. Es lag bereits einige Jahre zurück, ein Tag, an dem er die grauenvollsten Erzeugnisse erblickte, die die R.G.S aufzubieten hatte. Es verfolgt ihn bis heute. Der besagte Gegner, vermutlich ebenfalls eine Art Kommandant, es war schwierig einzuschätzen gewesen, war ein etwa zweieinhalb Meter großes.. Etwas, zu stark mutiert um noch als Mensch bezeichnet zu werden. Zunächst hielt er er diese unnatürliche Abscheulichkeit für eine Art Tier, doch dann begann es, Drohungen und Befehle zu brüllen, mit einer Stimme, die die Erde erzittern ließ. Als sich die Kämpfe dem Ende näherten, das Wesen und er umringt von Leichen und zerstörten Androiden, waren beide stark angeschlagen, doch Von Tiefenhall schaffte es unter Verlust seines Arms dem Monster den Todesstoß zu versetzen.

"Diese Vorfälle sind eine Demütigung, eine Anmaßung sondergleichen." fuhr er mit kalter, harter Stimme fort und riss seinen Blick von der grausigen Trophäe los. Er sah wieder seinen Lieutenant an. Zorn und Scham schwangen kaum spürbar mit, ohne das Implantat im Gehirn des Kommandanten hätte der Android es nicht bemerkt können. Der von Hass und Abscheu durchsetze Blick war allerdings wesentlich deutlicher. Er selbst hatte zwar an der Schlacht teilgenommen, wurde allerdings schon früh von seinem Vorgesetzten abgeschnitten. Er kannte mit Sicherheit den offiziellen Bericht, Von Tiefenhall selbst hat schwieg sich zu dem Thema allerdings aus.

"Berichten unserer Aufklärer zufolge ist dort anscheinend eine Art Warlord an die Macht gekommen und arbeitet sich nun langsam nach Süd-Westen, in unsere Richtung. Wir werden den nächsten Konvoi begleiten und den Angriff abwehren. Ihnen wird dabei die Aufgabe zu Teil, Gefangene zu nehmen und zu verhören um den genauen Standort, die Pläne, Ausrüstung und Stärke zu ermitteln." Mit einem grimmigen Lächeln fügte er hinzu: "Ich setze vollstes Vertrauen in Ihre Fähigkeiten, mein Freund." Er erhob sich. "Noch Fragen? Anregungen?" er lächelte nun etwas freundlicher.
"Sarkastische Kommentare?"
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Re: Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

am Sa Sep 30, 2017 9:18 pm
Cäsar setzte sich, wie ihm befohlen, auf den Sessel seinem Vorgesetzten gegenüber. Zwischen ihnen beiden befand sich der Schreibtisch, der mit einem Holofeld geupgraded wurde.
Sogleich begann er, in Soldatenmanier üblich, sofort mit der Einsatzbesprechung.

Zuerst fasste er die vergangenen Ereignisse in der Provinz zusammen. Cäsar nickte bestätigend, sagte aber nichts sondern hörte weiter zu. Nachdenklich betrachtete er die beiden markierten Punkte auf der Karte. Wo wohl der nächste Angriff stattfinden würde? Zweifelsohne waren diese Konvois wichtig für die Nachschublinien, doch wenn sie ihr Ziel nicht erreichten hingen viele wertvolle Cybex- und Androiden-Leben davon ab. Und nicht zu vergessen; der Fein bekam so Vorteile. Da sich auch noch ein Mischlingsvolk aufspielte, erdreistete die wichtigen Konvois zu attackieren, musste unverzüglich interveniert werden.

Cäsar realisierte den abschweifenden Blick des Hauptmanns. Kurz abwiegend folgte er ihm und traf dabei auf einen Genos-Schädel im Trophäenschrank. Cäsar erinnerte sich an den Tag zurück, an dem besagter Schädel seinen Träger verlassen hatte. Es war eine aufreibende Schlacht mit vielen gefallenen Androiden. Die Genos wurden damals von diesem DING, dass er als Android mal so über etwas lebendes aus Fleisch und Blut denken würde, angeführt. Leider wurde der Stabsleutnant mit seinem Bataillon damals von seinem Vorgesetzten getrennt. Als er wieder zu ihm stieß, hatte dieser seinen Arm an die Bestie verloren, konnte sie aber nieder strecken. Keiner weiß, was genau passierte und Von Tiefenhall schwieg darüber.

Der Satz des Vorgesetzten begleitet mit den per Funk übertragenen Emotionen „Zorn“ und „Scham“ holte auch den Stabsleutnant wieder in die Wirklichkeit. „Wir werden diese Dreistigkeit nicht unbeantwortet lassen.“, sprach Cäsar ihm zu. Doch bei ihm wurde nur Zuversicht und Kampfeslust als Emotionen an den Empfänger des Hauptmannes übertragen. Er sah in dem kommenden Feldzug eine Möglichkeit zur Rache, der Kampf interessierte ihn aber mehr.

Er übersendete aber belustigte Signale, als sein Vorgesetzter ihm seine Aufgabe zuteilte. Er setzte vollstes Vertrauen in seine Fähigkeiten. Er sollte es auch mal wagen, sie anzuzweifeln. „Gefangene nehmen und verhören? Kommen Sie, Von Tiefenhall. Das haben Sie sich doch nicht etwa alleine ausgedacht oder?“ Er konnte nicht anders. Er konnte nie anders. „Jeder Feind, der den Fehler macht sich von mir gefangenen nehmen zu lassen wird singen wie ein Vögelchen. Besser sollten sie.“ Seine tiefe Stimme untermalte seine Worte noch bedrohlich.
„Aber ich habe keine Fragen oder Anregungen. Sollte dieser Einsatz jedoch eine Enttäuschung sein, sprich sich keine Feinde für mich finden lassen, so werde ich wohl meine Versetzung beantragen müssen. Unter Ihrer Führung kann es manchmal echt langweilig werden.“
Wieder eine erheiterte Emotion die irgendwie ganz widersprüchlich zur finsteren Stimme zu seinem Gegenüber übermittelt wurde.
„Wenn das also alles war, würde ich gerne den Schießstand aufsuchen.“
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Re: Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

am Di Okt 10, 2017 8:17 am
Der Kommandant warf seinem Lieutenant einen finsteren Blick zu, funkte jedoch ein deutliches Signal der Belustigung. Er kannte Ihn nun schon einige Zeit und war an den etwas eigensinnigen Humor des Androiden gewöhnt, ja schätze ihn teils sogar dafür. Dennoch wusste er, wie er mit solchen (für andere Kommandanten schon an fast Insubordination grenzenden) Entgegnungen umgehen musste.
"Falls Sie wirklich so versessen darauf sein sollten, Ihren Dienst bei mir zu quittieren, kann ich gerne ein gutes Wort bei Ligor für Sie einlegen." Er lächelte. "Er kann immer ein zusätzliches Paar Augen und Ohren gebrauchen."
Nun, vielleicht war sein Humor etwas eingerostet.. Doch er vertraute darauf, dass sein Berater seinen plumben Versuch eines lockeren Spruchs zu deuten verstand.
"Jedenfalls werden wir schon bald viel zu tun haben. Wir brechen bei Tagesanbruch auf." Mit diesen Worten entließ er Cäsar und ließ noch letzte Überprüfungen seiner Kybernetiken durchführen, seine Waffen wartete er hingegen lieber selbst.
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Re: Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

am Mi Okt 11, 2017 8:32 am
Cäsar legte den Kopf etwas schief. Er fand die seltsam versteifte Art des Vorgesetzten nahezu widersprüchlich zu der eigentlich menschlichen Art. Obwohl, was ist denn menschlich? Manchmal glaubte Cäsar selbst mehr Mensch zu sein als jeder Mensch, dem er jemals begegnet war. Selbst ein Imperialer schien nicht so menschlich zu sein, wie er, doch manchmal mischte sich seine Vorstellung auch mit Größenwahn und Einbildung. Cäsar konnte noch nie klare Grenzen ziehen zwischen dem, wie er sich fand, und dem, wie er wirklich war.

Doch Cäsar akzeptierte den fast schon verkrampften Versuch seines Vorgesetzten, etwas Lustiges zu erwidern. Der Wille zählt. Und so speicherte er sich es auch ab. „Ich denke, Linghor wäre nicht die Art Befehlshaber, die ich mir wünschen würde, aber wenn ich es mir recht überlege, wurden mir meine Wünsche bislang ja auch nicht gewährt.“ Ja er war schon sehr frech. Bei seinen bisherigen Vorgesetzten stieß seine entwickelte sarkastische Art oft auf viel Empörung und Beschwerden folgten über Beschwerden. Doch seine Fähigkeiten standen gegen jede Zweifel. Sein jetziger Vorgesetzter konnte selbst zwar keine Art des Humors hervorbringen, doch konnte er Cäsar deuten und akzeptierte es. Allein deshalb hatte Von Tiefenhall schon den Respekt des Androiden verdient.

„Ja, Sir. Ich beeile mich mit den Übungen und stoße noch vor Sonnenaufgang zu Ihnen.“
Damit verabschiedete auch der Android sich und machte sich auf den Weg zum Schießstand.

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Re: Außenposten Andorra, Büro des Hauptmanns

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