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Raveas Wohnung

am So Okt 01, 2017 8:35 pm
Raveas Wohnung liegt in der obersten Etage eines 20 stöckigen Hochhauses mitten in Kiwo. Es ist eine kleine, dunkle Zweizimmerwohnung, die Vorhänge sind meist zugezogen und die Möbel sind aus altem, braunem Holz. An sich hat die Wohnung nichts Markantes an sich. Sie wurde von Senator Meng-Lee eingerichtet, hat also nicht die billigsten Möbelstücke. Viel Liebe, was die Einrichtung und häusliches Wohnen angeht, hat Raveas Wohnung allerdings nicht zu bieten. In dem einen Zimmer, in welches man sofort eintritt, wenn man in die Wohnung kommt, befindet sich ein mittelgroßes, ziemlich hart aussehendes Bett und ein kleiner Schreibtisch, außerdem ein großer, roter Sessel, der wohl das einzig Gemütliche in dieser Wohnung ist. Das andere Zimmer rechts daneben ist eine Küche, in welcher gleichzeitig ein Platz zum Essen ist. Ein kleines Badezimmer befindet sich auf der linken Seite. Außerdem ist die Wohnung weder sauber, noch dreckig. Ravea macht gerade so viel dafür sauber, wie es eben sein muss. Bevölkert wird die Wohnung hauptsächlich von Falke Sem, denn obwohl er immer ein angeklapptes Fenster zum rausfliegen hat, zieht er es vor, auf seine Besitzerin zu warten und mit ihr gemeinsam auszufliegen.
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Re: Raveas Wohnung

am So Okt 01, 2017 8:50 pm
Die Wohnung seiner recht frischen Partnerin war...nicht wirklich das, was sich der Apun für seine eigene Wohnung vorstellte. Irgendwie war hier alles so anders, düsterer, aber irgendwie auch...langweiliger.
„…kann man nicht von anderen unterscheiden...“, murmelte Vessel vor sich her. Seine Affenaugen blickten abschätzig umher. Der seltsame Vogel, der sich hier aufhielt, schien sich sehr für den Apun zu interessieren. Die ganze Zeit saß er keine 50 cm von ihm entfernt auf einer Stange und musterte ihn kritisch. „...können Vögel kritisch gucken?….“, murmelte er wieder. Der Vogel legte den Kopf schief. „….ja, das denke ich auch….“ Der Vogel krächzte.  Oder antwortete er damit? Ja, er antwortete. „...ja….“ .

Da sprang die Türe leise auf und ohne hörbare Schritte trat eine düster wirkende Gestalt ein. Sofort schwang sich der Vogel von der Stange in die Luft und flog auf seine Herrin zu, setzte sich auf ihre Schulter. Da Vessel auf einem Sessel … „...hehe...“, im Schatten des Raumes saß, wurde er nicht gleich bemerkt. Und auch sein kurzes leises Lachen ging im Gekrächze des Vogels unter. Dann sprach sie mit dem Begleiter. Wer spricht denn mit seinem Vogel? „...hat wohl nen Vogel...“

Langsam stand er auf. „Sie sind spät, Frau Yayame.“ Grinsend trat er aus dem Schatten hervor. Das schwere Geschütz, welches an der Wand lehnte, diente ihn fortan als Stütze, denn er lehnte sich mit seinem nicht sehr beeindruckenden Gewicht darauf, musterte die mehrfach mutierte eingehend.
„Herr Meng-Lee bat mich, Eure Ergebnisse abzufangen und blablabla und dann kriegen wir die nächsten Aufgaben.“ Was wollte Vessel wohl damit sagen?
„Also, können wir jetzt die Ergebnisse übermitteln und blabla mit dem Senator machen?“ Er grinste. Gespräche dieser Art -geschäftlich- langweilten ihn immer. Sie waren für ihn nur blabla.
Er merkte sich zwar stets die wichtigen Details, war aber immer froh, wenn es vorbei war.

„Achso, Mr. Meng-Lee bat mich, Ihnen dies zu überreichen.“ Er händigte der Frau das kleine Paket aus. Darin befanden sich 200 Republen, wie üblich bekam die Spionin ihr Wochengeld in einem Paket. Normalerweise jedoch überlieferten Mittelsmänner die Pakete, Vessel heute war eine Ausnahme. Er wusste jedoch nicht, was sich in dem Paket befand und ehrlich gesagt interessierte es ihn auch nicht.
„…bestimmt eine Bombe….eine Bombe wäre schön...“, murmelte er für Ravea zusammenhangslos.
„Können wir?“

Sobald sie bereit war würde er mit seinem Armcomputer eine Videoübertragung zum Senator herstellen.
„Seid gegrüßt, Vessel und Ravea.“, begrüßte dieser sichtlich übermüdet die beiden.
„Melden uns zum Blabla!“, reagierte der Apun sofort.
Etwas irritiert von dieser Aussage, sich dann aber sammelnd schüttelte der Senator nur den Kopf.
„Ravea, bitte berichte.“
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Re: Raveas Wohnung

am Mi Okt 04, 2017 3:39 pm
"<--- kommt von Über der Stadt"

„Sie sind immer mittwochs außer Haus, zwischen 19 und 21 Uhr. An diesem Tag gehen sie gemeinsam ins Kamo, das 4-Sterne Restaurant drei Straßen weiter von ihrem Haus. Ansonsten trifft sich Frau Min gelegentlich mit Frau Saro, der Ehefrau eines Senators, den Sie vermutlich persönlich kennen. Feste Zeiten hierfür haben die beiden allerdings nicht. Herr Min geht jeden zweiten Sonntag angeln, seine Arbeitszeiten kennen Sie ja und Frau Min betreibt einen privaten Yoga Kurs immer Dienstag, Donnerstag und Freitag von 15 bis 16:30 Uhr und dann noch einmal von 18 bis 19:30 Uhr.“, berichtet Ravea ihrem Vorgesetzen trocken wie immer und sah dabei zu, wie er sich nebenbei Notizen macht. Das aus Langeweile resultierte Gemurmel des Affen neben ihr ignorierte sie gekonnt.  Ihr schmeckt es ganz und gar nicht, seit neustem einen Partner zu haben und zudem noch einen, der sowohl von den körperlichen Gegebenheiten, als auch vom Charakter nicht einmal ansatzweise zu ihr passt. Sie hasst seine Liebe für Explosionen und offensichtliches Desinteresse ihr gegenüber. Außerdem ist sie, wenn sie zusammen unterwegs sind, oft an den Boden gefesselt, anstatt fliegen zu können.

„Sehr gut.“, murmelte Senator Meng-Lee vor sich hin. Es war kein Lob an sie, viel mehr seine eigene Einschätzung, dass er alles zusammen hat, was er für seinen Plan braucht. „Hat Veemor Ihnen das Paket überreicht?“ „Ja.“, gibt sie knapp zur Antwort. Noch eine Sache, die ihr ganz und gar nicht passt: Vessels freier Zugang zu ihrer Wohnung. Sie hat nichts zu verbergen, erschreckt sich auch nicht, wenn er sich mal wieder in ihren Sessel gepflanzt hat und dort auf sie wartet, während sie noch unterwegs ist, dennoch ist somit auch so gut wie der letzte Teil ihrer Privatsphäre für jedermann offen gelegt. Sie weiß nun mal auch nicht, ob nicht auch sie selbst unter Beobachtung steht. Dass Senator Meng-Lee überhaupt mit einem anderen zusammenarbeitet und ihm ihre Existenz verrät, muss schon etwas heißen. Sie wüsste gerne, was ihn dazu treibt, seine geheimste Spionin mit einem anderen Senator zu teilen.  So viel Vertrauen in andere hat sie ihm all die Jahre nicht zugetraut. Und dann noch diese Zusammenarbeit mit Vessel. Warum auch immer sie nun einen Partner braucht, versteht sie nicht wirklich. Irgendetwas müssen Meng-Lee und Theodas doch vorhaben? Es ist nicht so, dass sie Vessel für einen dummen Affen hält. Nein, trotz seiner Eigenarten, weiß sie, dass man ihn weder was seine geistige Aufnahmefähigkeit, noch sein Geschick beim Kampf angeht, unterschätzen sollte. Sie sieht ihn mehr wie einen Menschen an, was vermutlich auch der Grund ihrer Abneigung gegen ihn ist.

Es war lange Zeit ruhig zwischen den Dreien. Ravea war dies gewohnt, es war all die Jahre nie anders, wenn sie mit dem Senator sprach und er etwas in seinen Rechner eingab, was sie nicht sehen konnte. Für Vessel hingegen war diese ruhige, düstere Art Neuland. Es würde wohl noch eine Zeit dauern, bis sich die beiden aneinander gewöhnt haben. Im Grunde kannten sie sich ja auch kaum. Alles, was sie von ihm weiß, sind zusammengereimte Dinge, die sie aus seinem Verhalten schließt. Nach einer weiteren stillen Minute bricht sie dann letztendlich doch die Stille: „Also, was sollen wir als nächstes tun?“
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Re: Raveas Wohnung

am Mi Okt 11, 2017 8:12 am
Vessel fand das Gerede der jungen Frau…langweilig? Ächzend? Monoton? Leblos? Stumpf? Ja, alles irgendwie. Er interessierte sich so gar nicht für den Inhalt und fokussierte seine Aufmerksamkeit auf den Vogel auf Raveas Schulter. Das der Apun seinen linken Arm für die Videokommunikation zur Verfügung stellen musste, hatte er nur seinen rechten Arm frei und versuchte, das gezüchtete Federvieh zu streicheln. Dass dieses nach ihm pickte, weshalb er kurz ein schmerzerfülltes „Au!“ herausbrach, konnte er ja nicht ahnen. „…doofes Federvieh…“, murmelte er leise. Dann betrachtete er seine Hand. Es war wohl nur gezwickt, also nichts Dramatisches. Blut kam jeden Falls keines hervor.

„…wie er wohl schmeckt...“ Sein Gemurmel, konnte man es überhaupt verstehen, war wohl nur schwierig deutbar. Wenn man die Situation vorher mitbekommen hatte, könnte man den Rückschluss ziehen, dass der Apun mit „er“ den Vogel meinte. Was sich tatsächlich in seinem Kopf jedoch abspielte war deutlich komplexer, aber auch verwirrender. Denn Vessel fragte sich, wie sein Finger wohl für den Vogel schmecken musste. „…bestimmt wie Hähnchen…“.

Endlich, ja endlich war seine frische Partnerin mit ihrem Blabla fertig. Nach einiger Zeit des Schweigens, die hin und wieder von Vessel mit einem kurzen „..jaja…“ unterbrochen wurde , brach die Vogelfrau … „…hehe…Vogelfrau…mit ´nem Vogel….hehe…“ endlich die Stille in dem sie eine Frage stellte. Jetzt blickte Vessel schon eher interessiert zu seinem Armcomputer. Senator Theodas hatte Vessel dem Senator Meng-Lee gesandt. Wofür war dem Apun noch immer nicht bewusst, jedoch war das eigentlich auch egal, denn im Endeffekt arbeitete Vessel für die AGENCY und die Senatoren waren nur Kunden. Wem er jetzt Folge leisten musste war ihm somit relativ gleichgültig.

„Ravea, ich möchte, dass Sie beim Senator einbrechen. Durchforsten Sie seine Computer, seine Notizen, alles.“, kam endlich die erwünschte Antwort des müde scheinenden Mannes. „Finden Sie irgendwelche Beweise, die es mir ermöglichen, ihn anzuklagen und auszuschalten. Wenn es keine gibt, töten Sie ihn ohne Spuren zu hinterlassen. Dafür und sollte irgendetwas schief gehen ist Vessel bei Ihnen.“
Jetzt sah der Senator den Apun direkt an. „Sorgen Sie dafür, dass alles glatt läuft und bringen Sie mir Ravea heile zurück!“ Es klang wie ein Befehl.

„Aye-Aye, Kapitän!“, stieß Vessel hervor und salutierte mit der Rechten. Dann blickte er zu der Vogelfrau. Er grinste hämisch als er sie dann fragte: „Ich werde schon gut auf euch aufpassen, nicht wahr, Mylady?“
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Re: Raveas Wohnung

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